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Umfragen des DPNW zur ePa

Umfrage 1

Eckdaten

Von Juli 2019 bis Februar 2020 führte das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) eine repräsentative Online-Umfrage zur elektronischen Patientenakte durch. Hierbei wurden 3453 Patient*Innen nach ihrer Meinung gefragt.

 

Ergebnisse

 

Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, gar nicht (44,4%) oder nur etwas (27,6%) über die elektronische Patientenakte informiert zu sein.

Mehr als vier von fünf Befragen (93%) gaben an, Datenschutz wichtiger zu finden als verwaltungsökonomischen Vorteile wie z.B. weniger Papieraufwand & zentrale Speicherung.

Die Mehrheit der Befragten (86,2%) lehnte die Speicherung der elektronischen Patientenakte auf einem zentralen Server ab und befürwortete die Speicherung nur auf einem Chip (61,2%).

Die Mehrheit der Befragten (88,2%) lehnten die elektronische Patientenakte ab, wenn sie sich aktuell oder potentiell in Psychotherapie befänden.

Als sensible Gesundheitsdaten, die die Befragten neben der Psychotherapie nicht in der elektronischen Patientenakte speichern wollen würden, wurden unter anderem die Kategorien „Gynäkologische Daten“ (z.B. Schwangerschaftsabbrüche, Kinderwunschbehandlung), „Infektionserkrankungen“, „genetische Erkrankungen“, „Suchterkrankungen“, „chronische Erkrankungen“, „sexuelle Orientierung“, „Medikationen/Impfungen“, „lebensbedrohliche Erkrankungen“ und „Angaben zur Arbeitsunfähigkeit“ genannt.

 

Umfrage 2

 Eckdaten

 

Aufgrund des Kernergebnisses der ersten Umfrage, nachdem ein Großteil der Befragten sich kaum über die elektronische Patientenakte informiert fühlte, wurde von Januar bis März 2021 eine weitere Studie des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerks durchgeführt. Diese beinhaltete einen Informationsblock über die ePa. Es wurden 642 Personen befragt.

 

Ergebnisse

Insgesamt Überwiegt die Ablehnung gegenüber der zentralen elektronischen Speicherung mit 86%. Die Mehrheit der Befragten (83%) gaben an, ihren Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen bei elektronischer Speicherung weniger anzuvertrauen sowie sich darüber zu sorgen, dass ihre Krankheitsdaten an potentielle Arbeitgeber weitergegeben werden könnten (84%). Die Angst gegenüber Datenklau überwiegt, 90% der Befragten haben Angst vor Hackerangriffen auf ihre Daten. Zudem wurde nicht nur erfragt, wo die Daten gespeichert werden sollten, sondern auch, welche Daten hinterlegt werden sollten und welche eher nicht. Hier zeigte, sich dass die Speicherung von lebensbedrohlichen Erkrankungen am ehesten akzeptiert wird und die Speicherung von Daten zur sexuellen Orientierung und allgemeinen Sexualität, Schwangerschaftsabbrüchen und psychotherapeutische und psychiatrische Befunde, wie Diagnosen und die Dauer und Art einer Behandlung, am stärksten abgelehnt werden.

 

"Ich bin damit einverstanden, dass meine Krankheitsdaten (Blutwerte, Diagnosen etc.) auf einer Chipkarte/Handyapp/zentralen Servern/in meiner Arztpraxis und auf zentralen Servern gespeichert werden." (Mittelwerte)

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