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Versicherungen

Die berufsrechtliche Situation von PiAs ist oft etwas kompliziert und wenig übersichtlich. Wir versuchen es im Folgenden zusammenzufassen.

 

Sozialversicherung

 

Während der praktischen Zeit sind PiAs über den Arbeitsgeber verpflichtend sozialversichert. Liegt das monatliche Gehalt bei der unter 325 Euro trägt der Arbeitgeber des Gesamtsozialversicherungsbeitrag allein.

 

„Nach Ansicht der Besprechungsteilnehmer stellt sich die praktische Tätigkeit im Sinne des § 2 PsychTh-APrV bzw. § 2 KJPsychTh-APrV (…) als eine zur Versicherungspflicht in den einzelnen Zweigen der Sozialversicherung führende Beschäftigung im Rahmen betrieblicher Berufsbildung nach § 7 Abs. 1 in Verb. mit Abs. 2 SGB IV dar. Von einer Beschäftigung im Rahmen betrieblicher Berufsbildung ist auch dann auszugehen, wenn die Ausbildungsteilnehmer kein Arbeitsentgelt erhalten. Versicherungsfreiheit wegen geringfügiger Beschäftigung kommt in diesen Fällen nicht in Betracht. Sofern das monatliche Arbeitsentgelt die Geringverdienergrenze von 325 EUR nicht übersteigt, trägt der Arbeitgeber den Gesamtsozialversicherungsbeitrag allein (§ 20 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 SGB IV). Während der praktischen Tätigkeit sind zudem die Voraussetzungen der Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung aufgrund des sogenannten Werkstudentenprivilegs nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, § 20 Abs. 1 Satz 1 SGB XI und § 27 Abs. 4 Nr. 2 SGB III nicht erfüllt, da die Ausbildungsteilnehmer in dieser Phase ihrem Erscheinungsbild nach keine ordentlich Studierenden einer Hoch- oder Fachschule sind.“

 

(Besprechung des GKV-Spitzenverbandes, der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Bundesagentur für Arbeit über Fragen des gemeinsamen Beitragseinzugs am 20.04.2016)

 

Genaue Infos findet ihr hier


@pixabay

 

Haftpflicht-Versicherung

 

Eine Haftpflicht-Versicherung dient dazu, selbst verursachte Schäden an dem Eigentum anderer zu ersetzen Hier kann zwischen der Privat- und der Berufshaftpflicht unterschieden werden. Die Berufshaftpflicht besteht meist schon direkt über das Ausbildungsinstitut, weswegen hier in den meisten Fällen keine Versicherung abgeschlossen werden muss. Informiert euch, was in der Berufshaftpflicht eures Instituts enthalten ist und welche Schäden abgedeckt sind. Falls ihr von der Klinik einen Schlüssel für die Räumlichkeiten bekommt, kann es hier zusätzlich nützlich sein eine Schlüssel-Versicherung abzuschließen. So bleiben die Kosten bei Verlust eines Schlüssels, die enormen Summen annehmen können, da Kliniken oft spezielle Schließsysteme haben, nicht an euch hängen.

 

Wichtig ist, dass ihr euch bei eurem Institut darüber informiert, wie der Abschluss einer Berufshaftpflicht geregelt ist, da jeder psychotherapeutisch Tätige verpflichtet ist, eine solche Versicherung zu haben. Ein Jahresbeitrag für die berufliche Haftpflicht, wird diese nicht schon automatisch von dem Ausbildungsinstitut abgeschlossen, kostet zwischen ca. 60 Euro – 100 Euro pro Jahr für PiAs.

 

Rechtsschutzversicherung

Eine private Rechtsschutzversicherung für den beruflichen Zweck macht meist erst Sinn, wenn die Ambulanzzeit beginnt, also gegen Ende der Ausbildung. Diese Versicherung kann gerade für niedergelassene Psychotherapeut*innen nach der Approbation von großem Vorteil sein.

 

 

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